Herkunft des Lebens aus der Sicht der Information - hochinteressante Abhandlung zu:
Naturgesetze über Information und ihre Schlussfolgerungen -
Prof. Dr. DI. Werner GittDie stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn man Naturgesetze in dem Sinne anwenden kann, dass sie einen Prozess oder Vorgang ausschließen. In allen Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information. Das Gedankensystem Evolution könnte überhaupt nur funktionieren, wenn es in der Materie eine Möglichkeit gäbe, dass durch Zufallsprozesse Information entstehen kann.
Diese Information ist unbedingt erforderlich, weil alle Baupläne der Individuen und alle komplexen Vorgänge in den Zellen (z.B. Proteinsynthese) informationsgesteuert ablaufen. In diesem Beitrag wird mit den Naturgesetzen der Information argumentiert, die aus der Beobachtung gewonnen wurden. Diese Gesetze schließen aus, dass jegliche Information, und damit auch die biologische Information, aus Materie und Energie ohne einen Bezug zu einem intelligenten Urheber hervorgegangen sein kann.
Wer Evolution für denkmöglich hält, glaubt an ein „Perpetuum mobile der Information“. Die hier gezeigten Naturgesetze verlangen für die Herkunft der biologischen Information einen bewussten und mit Willen ausgestatteten Schöpfer. Die weitreichenden Schlussfolgerungen dieser Gesetze werden diskutiert.
1. Was ist ein Naturgesetz? Lässt sich die allgemeine Gültigkeit von Sätzen, die unsere beobachtbare Welt betreffen, in reproduzierbarer Weise immer wieder bestätigen, so spricht man von einem Naturgesetz. Naturgesetze genießen hinsichtlich ihrer Aussagekraft in der Wissenschaft den höchsten Vertrauensgrad. Von Bedeutung ist:
# Die Naturgesetze kennen keine Ausnahme.
# Naturgesetze sind unveränderlich in der Zeit.
# Die Naturgesetze beantworten uns die Frage, ob ein gedachter Vorgang überhaupt möglich ist oder nicht. Dies ist eine besonders wichtige Anwendung der Naturgesetze.
# Die Naturgesetze existierten schon immer, und zwar unabhängig von ihrer Entdeckung und Formulierung durch Menschen:
# Naturgesetze können stets erfolgreich auf unbekannte Fälle angewendet werden.
Wenn wir von Naturgesetzen sprechen, dann verstehen wir normalerweise darunter die physikalischen und die chemischen Gesetze. Wer meint, unsere Welt sei allein mit materiellen Größen beschreibbar, schränkt seine Wahrnehmung ein. Zu unserer Welt gehören aber auch nicht-materielle Größen wie z.B. Information, Wille und Bewusstsein. Mit Hilfe des hier vorgetragenen Konzeptes wird erstmalig der Versuch unternommen, Naturgesetze auch für nicht-materielle Größen zu formulieren. Sie erfüllen dieselben strengen Kriterien wie die Naturgesetze für materielle Größen und sind darum in ihren Schlussfolgerungen ebenso aussagekräftig wie diejenigen der materiellen Größen.
2. Was ist Information? 2.1 Information ist keine Eigenschaft der Materie! Von dem amerikanischen Mathematiker
Norbert Wiener stammt der vielzitierte Satz: „Information ist Information, weder Materie noch Energie.“ Damit hat er etwas sehr Wesentliches erkannt: Information ist keine materielle Größe. Diese wichtige Eigenschaft von Information möchte ich anhand eines einsichtigen Beispiels erläutern: Stellen wir uns eine Sandfläche am Strand vor. Mit dem Finger schreibe ich einige Sätze in den Sand. Der Inhalt der Information ist verständlich. Dann lösche ich die Information, indem ich den Sand glätte. Nun schreibe ich andere Sätze in den Sand. Ich benutze dabei dieselbe Materie zur Informationsdarstellung wie zuvor. Durch das Löschen und Wiederbeschreiben hat sich die Masse des Sandes zu keinem Zeitpunkt verändert, obwohl zwischenzeitlich unterschiedliche Information dargestellt wurde. Die Information selbst ist also masselos. (Die gleiche Überlegung hätten wir auch mithilfe der Festplatte eines Computers anstellen können).
Norbert Wiener hat uns zwar gesagt, was Information nicht ist; aber wir wollen wissen, was Information denn wirklich ist. Diese Frage soll im Folgenden beantwortet werden. Weil Information eine nicht-materielle Größe ist, kann ihr Entstehen auch nicht aus materiellen Prozessen heraus erklärt werden. Was ist der auslösende Faktor dafür, dass es überhaupt Information gibt? Was veranlasst uns dazu, einen Brief, eine Postkarte, eine Gratulation, ein Tagebuch oder einen Aktenvermerk zu schreiben? Die wichtigste Voraussetzung dafür ist unser eigener Wille oder der unseres Auftraggebers. Information beruht immer auf dem Willen eines Senders, der die Information abgibt. Sie ist keine Konstante, sondern absichtsbedingt kann sie zunehmen, und durch Störeinflüsse kann sie deformiert oder zerstört werden. Halten wir fest: Information entsteht nur durch Wille (Absicht).
2.2 Naturgesetzliche Definition von Information. Um die Naturgesetze der Information beschreiben zu können, braucht man eine geeignete und präzise Definition, um eindeutig entscheiden zu können, ob ein unbekanntes System zum Definitionsbereich gehört oder nicht.
Die folgende Definition erlaubt eine sichere Zuordnung: Information liegt immer dann vor, wenn in einem beobachtbaren System alle folgenden fünf hierarchischen Ebenen vorkommen:
Statistik, Syntax, Semantik, Pragmatik und Apobetik. Die fünf Ebenen der Information sind:
1. Statistik: Hierhin gehören Fragen wie: Aus wie vielen Buchstaben, Zahlen und Wörtern ist der Gesamttext zusammengesetzt? Wie ist die Anzahl der jeweiligen Einzelbuchstaben des verwendeten Alphabets (z. B. a, b, c, ..., z oder G, C, A und T)? Mit welcher Häufigkeit treten bestimmte Buchstaben und Wörter auf? Claude E. Shannon hat ein mathematisches Konzept entwickelt [1, S. 294-311], das aber nur diese unterste Ebene erfasst.
2. Syntax: Unter Syntax subsumieren wir sämtliche strukturellen Merkmale der Informationsdarstellung. Auf dieser zweiten Ebene geht es nur um die Zeichensysteme 3 selbst (Code) und um die Regeln der Verknüpfung von Zeichen und Zeichenketten (Grammatik, Wortschatz), wobei dies unabhängig von irgendeiner Interpretation geschieht.
3. Semantik: Zeichenketten und syntaktische Regeln bilden die notwendige Voraussetzung zur Darstellung von Information. Das Entscheidende einer zu übertragenden Information aber ist Semantik, d.h. die darin enthaltene Botschaft, die Aussage, der Sinn, die Bedeutung.
4. Pragmatik: Information fordert zur Handlung auf. In unserer Betrachtungsweise spielt es keine Rolle, ob der Informationsempfänger im Sinne des Informationssenders handelt, entgegengesetzt reagiert oder gar nicht darauf eingeht. Jede Informationsweitergabe geschieht jedoch mit der senderseitigen Absicht, beim Empfänger eine bestimmte Handlung auszulösen.
5. Apobetik: Es gilt für jede beliebige Information, dass der Sender ein Ziel damit verfolgt. Damit haben wir die letzte und höchste Ebene der Information erreicht, nämlich die Apobetik (Zielaspekt, Ergebnisaspekt; griech. apobeinon = Ergebnis, Erfolg, Ausgang). Der Apobetikaspekt der Information ist der wichtigste, da er nach der Zielvorgabe des Senders fragt.
3.) Die vier Naturgesetze über Information (
NGI)
NGI-1: Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen. Es ist unsere allgemeine Erfahrung, dass ein Apfelbaum Äpfel, ein Birnbaum Birnen und eine Distel Distelsamen hervorbringt. Ebenso bringen Pferde Pferdefohlen, Kühe Kuhkälber und Frauen Menschenkinder zur Welt. In gleicher Weise entnehmen wir der Beobachtung, dass eine materielle Größe niemals etwas Nicht-Materielles hervorbringt. Statt immateriell oder nicht materiell verwenden wir durchgängig die Schreibweise „nicht-materiell“, um den Gegensatz zu materiell noch deutlicher herauszustellen.
NGI-2: Information ist eine nicht-materielle fundamentale Größe. Unsere Wirklichkeit, in der wir leben, lässt sich in zwei grundsätzlich zu unterscheidende Bereiche einteilen, nämlich in die materielle und nicht-materielle Welt. Die Materie verfügt über Masse, und diese ist im Gravitationsfeld wägbar. Im Unterschied dazu sind alle nicht-materiellen Größen (z. B. Infor-mation, Bewusstsein, Intelligenz, Wille) masselos. Dennoch gilt es festzuhalten, dass zur Speicherung und Übertragung von Information Materie und Energie erforderlich sind.
NGI-3: In statistischen Prozessen kann keine Information entstehen. Statistische Prozesse sind rein physikalische oder chemische Prozesse, die ohne Zutun von steuernder Intelligenz ablaufen. NGI-4: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen. Ein intelligenter Sender (im Gegensatz zu einem maschinellen Sender) verfügt über Bewusstsein, ist mit eigenem Willen ausgestattet, ist kreativ, denkt selbständig und wirkt zielorientiert…
NGI-4: ist ein sehr allgemeines Naturgesetz, aus dem sich mehrere speziellere Naturgesetze ableiten lassen. 4 NGI-4a: Jeder Code beruht auf der gegenseitigen Vereinbarung von Sender und Empfänger. NGI-4b: Es gibt keine neue Information ohne einen intelligenten Sender. NGI-4c: Jede Informationsübertragungskette kann zurückverfolgt werden bis zu einem intelligenten Sender. NGI-4d: Die Zuordnung von Bedeutung zu einem Satz von Symbolen ist ein geistiger Prozess, der Intelligenz erfordert. Unsere Fragen gehen aber darüber hinaus, und so brauchen wir eine höhere Informationsquelle, um die erforderliche Grenzüberschreitung vornehmen zu können.
Schlussfolgerung Nr. 1: Gott existiert; Widerlegung des Atheismus S1: Weil wir in allen Formen des Lebens einen Code (DNS- bzw. RNS-Moleküle) und die anderen Ebenen der Information vorfinden, befinden wir uns eindeutig innerhalb des Definitionsbereiches von Information. So können wir daraus schließen: Es muss hierzu einen intelligenten Sender geben! (Anwendung von NGI-3, NGI-6, NGI-7)
Begründung: Da es keinen nachweisbaren Prozess durch Beobachtung oder Experiment in der materiellen Welt gibt, bei dem von alleine Information entstanden ist, gilt das auch für alle Information, die wir in den Lebewesen vorfinden. So verlangt NGI-4 auch hier einen intelligenten Urheber, der die Programme „schrieb“. Die Schlussfolgerung Nr. 1 ist somit auch eine Widerlegung des Atheismus.
Schlussfolgerung Nr. 2: Gott ist allwissend und ewig S2: Die Information, die im DNS-Molekül codiert ist, übertrifft alle unsere derzeitigen Technologien bei weitem. Da kein Mensch als Sender infrage kommt, muss dieser außerhalb unserer sichtbaren Welt gesucht werden. Wir können schließen: Der Sender muss nicht nur äußerst intelligent sein, sondern über unendlich viel Information und Intelligenz verfügen, d. h. er muss allwissend sein. (Anwendung von NGI-1, NGI-2, NGI-4b)
Begründung: Nach NGI-4c steht am Anfang einer jeden Informations-übertragungskette ein intelligenter Urheber.
Wendet man diesen Satz konsequent auf die biologische Information an, dann ist auch hierfür ein intelligenter Urheber erforderlich. In den DNS-Molekülen finden wir die allerhöchste uns bekannte Informationsdichte vor [1, S. 311-313]. Wegen NGI-1 scheiden alle nur denkbaren in der Materie ablaufenden Vorgänge als Informationsquelle prinzipiell aus. Der Mensch, der zwar Information erzeugen kann (z. B. Briefe, Bücher), scheidet ebenfalls als Quelle der biologischen Information aus. So bleibt nur ein Sender übrig, der außerhalb unserer dreidimensionalen Welt gehandelt hat.

Nach einem Vortrag an einer Universität fragte eine Studentin: „
Wer hat Gott informiert, dass er in der Lage war, die DNS-Moleküle zu programmieren?“ Zwei Erklärungen sind denkmöglich:
Erklärung a): Stellen wir uns einmal vor, dieser Gott wäre zwar wesentlich intelligenter als wir, aber dennoch begrenzt. Nehmen wir weiterhin an, er hätte so viel Intelligenz (bzw. Information) zur Verfügung, dass er in der Lage wäre, alle biologischen Systeme zu programmieren. Die Frage liegt dann tatsächlich auf der Hand: Wer hat ihm diese dazu erforderliche Information gegeben, und wer hat ihn gelehrt? Nun, dann brauchte er einen höheren Informationsgeber I1, also einen Übergott, der mehr wüsste als Gott. Wenn I1 zwar mehr weiß als Gott, aber auch begrenzt wäre, dann brauchte auch er wiederum einen Informationsgeber I2 - also einen Über-über-gott. So ließe sich bei dieser Denkweise die Kette beliebig fortsetzen über I3, I4, ... bis un-endlich. Wie man sieht, benötigte man unendlich viele Götter, wobei in der langen Kette jeder (n+1)-te Übergott immer etwas mehr wüsste als der n-te. Nur von diesem unendlich-sten Über-über-über-Gott1 könnten wir sagen, er ist unbegrenzt und allwissend.
Erklärung b): Einfacher und befriedigender ist es, gleich nur einen einzigen Sender (einen Urheber, einen Schöpfer, einen Gott) anzunehmen. Dann aber müsste gefordert werden, dass dieser unendlich intelligent ist und unendlich viel Information zur Verfügung haben muss. Er muss also allwissend sein. Welche der beiden Erklärungen a) und b) ist nun richtig? Beide Erklär-ungen sind logisch gleichwertig. Wir müssen eine Entscheidung treffen, die sich aber nicht aus den NGI ableiten lässt. Dies tun wir mit den folgenden Überlegungen:

In der Realität gibt es immer nur abzählbar endliche Mengen. Die Anzahl der Atome im Universum ist zwar unvorstellbar hoch, aber im Prinzip dennoch abzählbar. Die Gesamtheit aller Menschen oder aller Ameisen oder aller Weizenkörner, die es je gegeben hat, ist ebenfalls immens hoch, aber dennoch endlich. Obwohl unendlich ein üblicher Begriff in der mathematischen Abstraktion ist, gibt es in der Realität dennoch nichts, das durch eine unendliche

Zahl repräsentiert wird.
Die Erklärung a) besteht also nicht den Test der Plausibi-1. Die hier verwendete Sprechweise könnte den Eindruck erwecken, als wäre „unendlich“ eine abzählbare Zahl, zu der man gelangt, wenn man nur hinreichend lange zählt. Das ist jedoch nicht der Fall, und darum bleibt nur noch
b) als einzige Alternative übrig. Das bedeutet: Es gibt nur einen einzigen Sender. Dieser muss dann aber allwissend sein. Damit sind wir genau bei dem angekommen, was die Bibel auch lehrt: Es gibt nur einen Gott: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ (Jes 44,6). Was bedeutet es, wenn Gott (der Sender der biologischen Information, der Schöpfer) unendlich ist.
Dann gibt es für ihn keine Frage, die er nicht beantworten könnte, dann gehören zu seiner Kenntnis nicht nur alle Dinge der Gegenwart und der Vergangenheit - auch die Zukunft ist ihm nicht verborgen. Wenn er aber alle Dinge weiß – auch jenseits aller zeitlichen Grenzen – dann muss er selbst ewig sein. So haben wir durch Schlussfolgerung (ohne Bibel!) herausgefunden, warum in Römer 1,20 steht, dass wir aus den Werken der Schöpfung auf die ewige Kraft Gottes schließen können. Dass Gott ewig ist, bezeugt die Bibel an vielen Stellen (z. B. Ps 90,2; Jes 40,28; Dan 6,27).
Schlussfolgerung Nr. 3: Gott ist äußerst mächtig S3: Weil der Sender die Information genial codiert hat, die wir in den DNS-Molekülen vorfinden, die komplexen Biomaschinen konstruiert haben muss, die die Information decodieren und sämtliche Prozesse zur Biosynthese ausführen, alle konstruktiven Details und Fähigkeiten der Lebewesen gestaltet haben muss, können wir schließen, dass der Sender dies alles so gewollt hat und dass er mächtig sein muss. Begründung: Bei der vorigen Schlussfolgerung Nr. 2 konnten wir auf der Grundlage von Naturgesetzen feststellen, dass der Sender (Schöpfer, Gott) all-wissend und ewig sein muss. Nun stellen wir die Frage nach der Größe seiner Macht. Unter „Macht“ fassen wir alles zusammen, was wir mit den Begriffen Fähigkeit, Kraft, Wirksamkeit und Kreativität beschreiben. Solche Macht ist unbedingt notwendig, um alles Lebendige herzustellen. Aufgrund seiner Allwissenheit weiß der Sender, wie z. B. DNS-Moleküle programmiert werden können. Dieses Wissen reicht aber noch nicht aus, um sie auch in Existenz zu bringen. Für den Schritt vom Wissen zur praktischen Ausführung ist zusätzlich die Fähigkeit erforderlich, alle benötigten Biomaschinen bauen zu können. Ohne eine kreative Macht ist Leben überhaupt nicht möglich. Von der Größe dieser gewaltigen Macht haben wir keine quantitative Vorstellung, aber die Bibel zeigt uns das wahre Ausmaß, indem sie uns den dahinter stehenden Sender als allmächtig vorstellt: „Ich bin das A und das O, ... Der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige (Offb 1,8). „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lk 1,37). 2 Römer 1,20: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werk-en, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.“
Schlussfolgerung Nr. 4: Gott ist nicht-materiell S4: Weil Information wesensmäßig eine nicht-materielle Größe ist, kann sie nicht von einer materiellen Größe her stammen. Wir können daher schließen: Der Sender muss von seiner Natur her nicht-materiell sein (Geist). (Anwendung von NGI-1, NGI-2) Begründung: Information ist eine nicht-materielle Größe und benötigt darum zu ihrer Herkunft eine nicht-materielle Quelle. Daraus folgt: Der Sender muss seinem Wesen nach nicht-materiell sein oder zumindest eine nicht-materielle Komponente besitzen. Genau das lehrt auch die Bibel in Johannes 4,24: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“
Schlussfolgerung Nr. 5:
Kein Mensch ohne Seele; Widerlegung des Materialismus S5: Weil wir Menschen in der Lage sind, Information zu kreieren, kann sie nicht von unserem materiellen Teil (Körper) stammen. Wir können daher schlussfolgern: Der Mensch muss eine nicht-materielle Komponente haben (Seele, Geist). (Anwendung von NGI-1, NGI-2) Begründung: In der Evolutions- und Molekularbiologie wird ausschließlich materialistisch gedacht. Dieser Reduktionismus (d. h. ausschließliche Erklärung im Rahmen der Materie) ist geradezu zum Arbeitsprinzip erhoben worden.
Mithilfe der Informationssätze lässt sich der Materialismus wie folgt widerlegen: Wir alle haben die Fähigkeit, neue Information zu erzeugen. Wir können Gedanken in Briefen, Aufsätzen und Büchern festhalten oder kreative Gespräche führen und erzeugen damit eine nicht-materielle Größe, nämlich Information (dass wir zur Speicherung und zum Transfer der Information einen materiellen Träger benötigen, ändert nichts am Wesen der Information). Daraus können wir eine sehr wichtige Schlussfolgerung ziehen, nämlich, dass wir neben unserem (materiellen) Körper noch eine nicht-materielle Komponente haben müssen. Die Philosophie des Materialismus, die ihre stärkste Ausprägung im Marxismus-Leninismus und im Kommunismus fand, ist nun mithilfe der Naturgesetze über Information auch wissenschaftlich widerlegt. Auch die Bibel bestätigt unsere obige Schlussfolgerung, dass der Mensch nicht rein materiell ist. Wir nennen dazu 1. Thessalonischer 5,23: „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ Der Leib ist der materielle Anteil des Menschen, während Seele und Geist nicht-materiell sind.
Schlussfolgerung Nr. 6: Urknall unmöglich S6: Weil Information eine nicht-materielle Größe ist, können wir schließen, dass die Behauptung „Das Universum ist allein aus Materie und Energie hervorgegangen“ (wissenschaftlicher Materialismus), FALSCH ist. (Anwendung von NGI-2) Begründung: Weithin wird heute behauptet, das Universum verdankt seinen Ursprung einem Urknall, bei dem lediglich Materie und Energie zur Verfügung standen. Alles, was wir
heute in unserer Welt wahrnehmen, beobachten und messen, ist nach dieser Auffassung ausschließlich und ohne irgendwelche sonstige Zutat aus diesen beiden physikalischen Größen hervorgegangen. Ist die Urknall-Hypothese ebenso widerlegbar wie ein Perpetuum mobile? Antwort: JA, mit Hilfe der Naturgesetze über Information. In unserer Welt finden wir eine Fülle von Information in den Zellen aller Lebewesen. Gemäß Satz NGI-1 ist Information eine nicht-materielle Größe und kann darum unmöglich aus Materie und Energie entstanden sein. Somit ist das „Gedankensystem Urknall“ falsch. Die Evolution wird von ihren Vertretern als ein universales Prinzip angesehen. Sie bildet eine Kette, bei der jedes Glied unverzichtbar ist: Urknall – kosmologische Evolution – geologische Evolution – biologische Evolution. Reißt ein Kettenglied, dann ist damit die Tragfähigkeit insgesamt verloren gegangen. Durch die Schlussfolgerung Nr. 6 bricht bereits das erste Glied der Kette. Wir können es auch so formulieren: Es ist kein Urknallsystem denkbar, aus dem in der Folge Information und Leben entstehen kann. Auch die Bibel lehrt, dass diese Welt nicht aus einem Milliarden Jahre andauernden Prozess hervorgegangen ist, sondern durch Erschaffung von einem allmächtigen Gott in sechs Tagen. So lesen wir es in 2. Mose 20,11: „Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage.“
Schlussfolgerung Nr. 7: Keine Evolution S7: Weil Information die grundlegende Komponente allen Lebens ist, die nicht von Materie und Energie stammen kann, ist ein intelligenter Sender erforderlich. Da aber alle Theorien der chemischen und biologischen Evolution fordern, dass die Information allein von Materie und Energie stammen muss (kein Sender), können wir schließen, dass all diese Theorien und Konzepte der chemischen und biologischen Evolution (Makroevolution) FALSCH sein müssen. (Anwendung von NGI-1, NGI-2, NGI-4b, NGI-4d) Begründung: Die Evolutionslehre versucht das Leben allein auf physikalisch-chemischer Ebene zu erklären (Reduktionismus). Den Reduktionisten wäre es am liebsten, wenn es einen fließenden Übergang vom Unbelebten zum Belebten hin gäbe. Mithilfe der Informationssätze können wir eine grundsätzliche und weitreichende Schlussfolgerung ziehen: Die Idee der Makroevolution - also der Weg von der Urzelle bis hin zum Menschen - ist falsch. Information ist ein grundlegender und absolut notwendiger Faktor für alle lebenden Systeme. Jede Information aber - und davon sind lebende Systeme nicht ausgenommen - braucht einen geistigen Urheber. Das Evolutionssystem erweist sich im Angesicht der Informationssätze als ein „Perpetum mobile der Information“. Nun taucht folgende Frage auf: Wo finden wir den Sender der Information bezüglich der DNS-Moleküle? Er kann doch überhaupt nicht ausgemacht werden. Ist diese Information darum irgendwie molekularbiologisch entstanden? Die Antwort ist dieselbe, die wir auch in den folgenden Fällen geben:

Wenn wir uns die Informationsfülle ansehen, die in Ägypten in Hieroglyphen festgehalten ist, dann ist dort auf keinem Stein etwas von dem Sender zu erkennen. Wir finden nur seine Spuren, die er in Stein gemeißelt hat. Niemand aber würde behaupten, diese Information sei ohne Sender und ohne geistiges Konzept entstanden.
Sind zwei Computer miteinander verbunden, die Information austauschen und bestimmte Prozesse anstoßen, dann ist von dem Sender auch nichts zu erkennen. Alle Information aber ist irgendwann einmal von einem (oder mehreren) Programmierer(n) erdacht worden. Die Information in den DNS-Molekülen wird übertragen an RNS-Moleküle; dies geschieht in analoger Weise wie ein Computer an den anderen Information transferiert. In der Zelle ist eine äußerst komplexe Biomaschinerie am Werk, die die programmierten Befehle in genialer Weise umsetzt. Von dem Sender sehen wir zwar nichts - genauso wie bei den oben genannten Beispielen -, aber ihn zu ignorieren, wäre ein unerlaubter Reduktionismus. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn die Programme des Senders der biologischen Information viel genialer sind als alle unsere menschlichen Programme. Schließlich haben wir es hier - wie bereits in Schlussfolgerung Nr. 2 näher erläutert - mit einem Sender unendlicher Intelligenz zu tun. Des Schöpfers Programm ist so genial konzipiert, dass sogar weitreichende Anpassungen und Adaptionen an neue Bedingungen möglich sind. In der Biologie werden solche Vorgänge als Mikroevolution bezeichnet. Sie haben jedoch nichts mit einem evolutiven Prozess zu tun, sondern sind Parameteroptimierungen innerhalb derselben Art.
Kurz: Die Informationssätze schließen eine Makroevolution, wie sie im Rahmen der Evolutionslehre vorausgesetzt wird, aus. Hingegen sind Variationen mit oft weitreichenden Adaptionen innerhalb einer Art mithilfe des vom Schöpfer erstellten genialen Programms erklärbar. Die Bibel betont im Schöpfungsbericht immer wieder, dass alle Pflanzen und Tiere nach ihrer Art geschaffen wurden. Neunmal wird dies wiederholend in dem ersten Kapitel der Bibel gesagt wie z.B. in 1. Mose 1,24-25: „Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.“
Schlussfolgerung Nr. 8: Kein Leben aus der Materie S8: Weil das Lebendige eine nicht-materielle Größe ist, kann die Materie sie nicht hervorgebracht haben. Daraus schließen wir: Es gibt keinen Prozess in der Materie, der vom Unbelebten zum Leben hin führt. Rein materielle Vorgänge können weder auf der Erde noch anderswo im Universum zum Leben führen. (Anwendung von NGI-1) Begründung: Die Vertreter der Evolutionslehre behaupten, dass Leben sich allein im Rahmen materieller Prozesse einstellt, wenn nur die entsprechenden Randbedingungen erfüllt sind. Das, was das Lebendige (oder das Phänomen Leben) eines Lebewesens ausmacht, ist ebenso von nicht-materieller Art wie Information. Somit können wir das Naturgesetz NGI-1 anwenden, das besagt, „eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen“. Da Leben etwas Nicht-Materielles ist, bedarf es für jede Art von Leben eines geistigen Urhebers.

Wie die Schlussfolgerung Nr. 8 zeigt, konnten wir mithilfe eines neuartigen Ansatzes die spontane Lebensentstehung in der Materie ausschließen. In Schlussfolgerung Nr. 7 kamen wir zu demselben Ergebnis mithilfe der Sätze über Information.
Zusammenfassung: Wir haben vier Naturgesetze über Information vorgestellt. Als Konsequenz ergeben sich weitreichende Schlussfolgerungen, die sowohl Gott als auch den Ursprung des Lebens und das Menschenbild betreffen. Mithilfe der Informationssätze konnten wir mehrere Ideen widerlegen: - die rein materialistische Denkweise in den Naturwissenschaften - alle gängigen Evolutionsvorstellungen (chemische, biologische Evolution) - den Materialismus (z. B. das materialistische Menschenbild) - die Urknallhypothese - den Atheismus.
Diese auf wissenschaftlicher Basis Gott beweisenden Schlussfolgerungen sind unter anderen Themen in
www.wernergitt.de nachzulesen.

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DER HOHE DOM von
Dr. Herbert MadingerPflanzen helfen uns Menschen ungeheuer viel, sie sind die Grundlage aller Ernährung, des Sauerstoffs in der Luft und der Energiereserven unserer Erde. Unsere Urväter haben am hohen Wald noch Höheres geschätzt. Er war für sie wie eine Heimat für Seele und Gemüt. Gerade die verstädterten Menschen unseres Industriezeitalters sollten die seelischen Kräfte wieder entdecken, die im grünen Dom Gottes zu finden sind. Denn der Mensch hat heute so schwere Wunden an seiner Seele erlitten. Lärm und Hast haben tiefe Rinnsale in seine Seele gegraben, der tägliche Zwang presst die Seele zusammen, die Einsamkeit macht das Gemüt zur Wüste, die Öde der Gottes-Leere drängt zum Sinnlosen. Bis sich der Mensch nicht mehr auskennt und sich selber nicht mehr anerkennen kann. Freund, geh hinaus in den Dom Gottes, dort wird deine Seele wieder frei!
Unsere Vorfahren haben den hohen Wald so sehr geliebt, dass sie ihre Dome nach seinem Vorbild gebaut haben:
Die hohen Säulen standen wie die hohen Stämme im dunklen Wald, stille Zeichen des Höheren, des Erhabenen. Das Gewölbe der Dome haben sie wie eine schützende Baumkrone gestaltet: die Verästelungen der Zweige waren durch Rippen nachgeahmt. Der Wald war ihnen wie ein Dom: die Stille, das Schweigen, in dem Gott selber spürbar wird. Und der Dom war ihnen wie ein Wald: er bringt Frieden für die Seele, reine Luft für die Lungen und reinigende Gedanken für den Geist. Gott ist da! Das erlebten sie im Dom und das erfuhren sie draußen im grünen Dom Gottes. Wenn der Wind die Blätter aufrauschen ließ, dann fuhr es ihnen auch durch die Seele: Der Geist Gottes spricht zum Menschen.
Freund, kennst Du diese Nähe Gottes, die man in den Wäldern und auf den Wiesen erfahren kann? Sie sind wie ein unerschöpfliches Bilderbuch Gottes. Dieses ständig neue Bild aus Sonnenstrahlen, Licht und Grün, Sonne und Himmel. Das Rauschen und Schweigen entspannt Dich. Endlich darf Deine unterdrückte Seele aufatmen und sich aussprechen. Wann darf denn Deine Seele zu Dir reden? Wann hast Du Zeit, ihr zuzuhören? Da draußen kommst Du zu Dir selber. Da kommst Du zu Gott. Zu den Quellen Deines Lebens: Danke, Gott, dass Du da bist! Danke, Gott, dass ich zu Dir finden darf! Danke, Gott, das Du auch für mich sorgst.
Wieso wird eigentlich der hohe Wald wie von selbst zum Sinnbild des Schöpfers und seiner Gegenwart? Freund, alle Geschöpfe sind wohl ein Ab-Bild Gottes, Seiner Lebenskraft, Seiner Ewigkeit, Seines Lichts, und Seiner Weite, Seiner Schönheit und Güte. Aber all das nehmen wir kaum durch unseren Intellekt auf, sondern eher ähnlich wie der Baum, der mit seinen tiefen Wurzeln das Wasser saugt.
Der Wald ist die beste Klima-Anlage der Erde. Er sorgt für ein Klima in der Seele und in der Atmosphäre. Der Raubbau an den großen Wäldern der Erde hat Verheerungen angerichtet: Seit man z.B. die großen Regenwälder Südamerikas zu großen Teilen zusammengeschlagen hat, wächst die Wüste in Afrika und schafft Hunger für Millionen Menschen.
Der Wald ist unersetzlich für ein gemäßigtes Klima. Denn er ist der beste Wassespeicher, den es gibt. Wo der Wald fehlt, wird das Klima extremer: Die Sturzbäche der Regenfluten und Trockenheit wechseln einander ab und die Regengüsse schwemmen das Erdreich davon. Der Wald gleicht aus, mildert Extreme, bewahrt und hilft, reinigt die Luft und das Wasser. Er hilft auch dem Klima Deines Gemütes.
Von allem Lebendigen geht etwas aus, eine Kraft des Lebens, ein Anhauch des Schöpfers. Freund, bleib der Schöpfung nahe! Sie ist ein Gotte-Garten. Da spricht er Er zu Dir. Da bekommst Du Einfälle und Gedanken, die Dir sonst nie gekommen wären. Du erlangst Einsichten und empfängst Ein-Gebungen, die Gaben Gottes sind.
Ist nicht auch Deine Seele oft verwirrt, verdunkelt, wie erschlagen? Die Großstadt und das Hinausgreifen der Städte auf das ganze Land haben den Menschen weitgehend der Schöpfung entfremdet. Seither fühlt er auch den Schöpfer nicht mehr. Denn Religion und Gottesnähe sind nicht in erster Linie Sache des Gehirns und des Wissens, sondern Sache der Wurzel des Lebens, der Seele und Tiefe des Menschen. Freund, wenn der tote Materialismus unserer Zeit Deine Seele wie eine Sturzflut überschwemmt und verwüstet, dann such Besinnung da draußen im grünen Dom Gottes. Dort findest Du Heilung für Leib und Seele.
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Heribert Prantl meint: Religion kann, soll, muss Lehrmeisterin für den Frieden sein. Das ist ihre Aufgabe, das ist ihr Seinsgrund. »Es gibt keinen inneren Frieden ohne äußeren Frieden«. Dies ist ein Glaube für die religiösen und die nichtreligiösen Menschen; er kann sich auf einen Gott beziehen, er kann ohne ihn auskommen. Wie auch immer, Frieden stiften – das geht nicht ohne Glauben: Frieden braucht das Vertrauen in die Möglichtkeit im Unmöglichen, den Horizont über die Gegenwart hinaus, die Utopie jenseits des Hier und Jetzt. Er lobt einige Autoren, u.a. auch Richard David Precht`s WER BIN ICH und wenn ja, wie viele?
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Aus
Eugen Drewermann´s Buch:
GOTT, WO BIST DU?Viel meinen: Ich kann an Gott nicht glauben, weil die Weltwirklichkeit alles erdrückt, was ich mit Hoffnung, Vertrauen und Liebe verbinden würde. Und sie zählen die vielen Bedrohungen auf, die heute gegeben sind. Güte, Gnade, Menschlichkeit; all das wird erstickt, es darf förmlich nicht sein, denn wir haben ein Gesetz, wir haben Recht zu haben, wir müssen uns durchsetzen. Doch eben deshalb brauchen wir Gott umso mehr. Brauchen Menschlichkeit außerhalb aller Gesetze. Walter Benjamin (1892-1940) hat einmal die Religion unserer Zeit den Kapitalismus genannt. Die Frage ist sehr ernst. Was wird, wenn wir nicht an Gott glauben, sondern den glauben an Gott durch eine Wirtschaft ersetzen, die in Anspruch nimmt, alle Sinnfragen, alle Fragen nach dem Wert unserer Persönlichkeit, alle Handlungsanweisungen, alle Definitionen von Verantwortung und Moralität in ihrem Kreis der nützlichen Pragmatik auflösen? Dann haben wir in dieser Welt eine gottlos gewordene Religion, und wir spüren genau, dass wir damit nicht leben können. Also müssen wir jetzt beginnen, diese Erfahrung Punkt für Punkt umzudrehen, um Gott wirklich zu erfahren. Wir glauben dann mal nicht an den Kapitalismus; wir nehmen mal an, wir träfen Menschen, die das Geld, das sie haben, als ein Geschenk empfinden, das man weitergeben sollte. Solch Leute haben an der Seit Jesu gelernt unter den Augen Gottes, dass uns gar nichts gehört. Selbst dass wir existieren, ist ein Geschenk aus den Händen Gottes, ein Akt unverdienter Güte. An jeder Stelle haben wir Grund zur Dankbarkeit für das Geschenk, miteinander zu leben. Dieses Geschenk besitzen wir nicht, um es festzuhalten und dabei ein krasser Egoist zu werden, indem wir es zu vermehren trachten im Kampf des einen gegen den anderen, sondern wir besitzen es, um es mitzuteilen, weiterfließen zu lassen, weiterzugeben.
Mitten im Kapitalismus beginnen wir etwas vollkommen Antikapitalistisches. Wir akkumulieren nicht Reichtum, wir nehmen das, was wir haben, um alle anderen daran teilhaben zu lassen. Und schon verstünden wir Gott. Schon erführen wir etwas von Gott.
Da sitzt ein Bettler am Straßenrand. Wir können sofort bemerken, wie er riecht; das zeigt, dass er seinen Ruin ja selbst betreibt. Er ist ein Süchtiger; er war zu faul in der Schule, er ist ein Außenseiter, ein Prasit im Grunde. Dem Mann Geld zu geben, ist wie Taubenfüttern – das hat die Stadtverwaltung gerade verboten. Also: Ich gehe schnell vorbei, habe nicht die Zeit. - So können wir denken. Wir können aber auch denken: Dieser Bettler sitzt da, ohne es zu wollen. Er ist einer der armen Teufel, auf die Jesus immer zugegangen ist. Er kann überhaupt nichts dafür, dass er so ist. Er weiß nicht zu leben. Offen gestanden, ich kann ihm nicht wirklich helfen. Ich kann nicht seine Sucht einfach wegstreicheln. Ich habe kein magisches Wort, ihn aus der Gosse zu holen. Aber warum soll ich nicht fünf Euro für ihn haben, dass er mal eine Tasse Kaffe trinkt und ein bisschen frühstücken kann oder dass er mal eine Stunde in einem Gasthaus sitzt und nicht mehr frieren muss auf der Straße.
Eine solche Geste ist nicht das ganze Leben, doch sie ist ein kleiner Lichtblick im Leben. Sie ist ein Stück der Gnade, die niemals verdient ist, doch von der die Menschen existieren. - Manchmal erlebt man, dass der Beschenkte erstaunt aufblickt, und in diesen Augen etwas wie ein Schimmer vom Himmel aufstrahlt – eine Erfahrung von Gott, ein Glück, das zu schenken wenig kostet, wenn wir ehrlich sind. In solchen Formen von Mitmenschlichkeit außerhalb aller Gesetze, aller Verordnungen, aller sozialen Zwänge, aller wirtschaftlichen Vernunft ereignet sich plötzlich eine Freiheit, die einen Menschen aufrichtet. Und dann können wir uns sagen: „Ich habe doch nur Glück gehabt. Da, wo der andere Sitzt, könnte ich genauso sitzen. Im Übrigen ist er sogar Hypersozial: Er schützt die Gesellschaft vor der Kriminalität, die in ihm lauert, indem er sich betrinkt und betäubt und ruiniert. Die Kräftigeren würden irgend einen Bruch machen, sich das Geld beschaffen, das sie nicht haben, oder Widerständler werden, welche im Gefängnis landen.
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Here in English:
Origin of life from the perspective of information
Natural laws about information and their conclusions - Prof. Dr. DI. Werner GittThe strongest argument in science is always given when one can apply natural laws in the sense that they exclude a process or event. We find an almost unimaginable amount of information in all living things. The thought system evolution could only work if there was a possibility in matter that information could arise through random processes.
This information is absolutely necessary because all the blueprints of individuals and all complex processes in the cells (e.g. protein synthesis) are information-controlled. This article argues with the natural laws of information obtained from observation. These laws rule out that any information, including biological information, can have emerged from matter and energy without any reference to an intelligent originator. Anyone who thinks evolution is possible believes in a “perpetuum mobile of information”. The natural laws shown here require a conscious and willing creator for the origin of biological information. The far-reaching implications of these laws are discussed.
1. What is a natural law? If the general validity of sentences that concern our observable world can be confirmed again and again in a reproducible manner, we speak of a natural law. Natural laws enjoy the highest level of trust in science when it comes to their meaningfulness. What is important is: # The laws of nature know no exceptions.
# Natural laws are unchangeable in time.
# The laws of nature answer the question of whether an imaginary process is even possible or not. This is a particularly important application of the laws of nature.
# The laws of nature have always existed, independent of their discovery and formulation by humans:
# Natural laws can always be successfully applied to unknown cases.
When we talk about natural laws, we usually mean physical and chemical laws. Anyone who thinks that our world can only be described in terms of material dimensions is limiting their perception. Our world also includes non-material quantities such as information, will and consciousness. With the help of the concept presented here, an attempt is made for the first time to formulate natural laws for non-material quantities. They meet the same strict criteria as the natural laws for material quantities and are therefore just as meaningful in their conclusions as those of material quantities.
2. What is information? 2.1 Information is not a property of matter! The much-quoted sentence comes from the American mathematician Norbert Wiener: “Information is information, neither matter nor energy.” In doing so, he recognized something very important: information is not a material quantity. I would like to explain this important property of information using an insightful example: Let's imagine an area of sand on the beach. I write a few sentences in the sand with my finger. The content of the information is understandable. Then I delete the information by smoothing the sand. Now I'm writing other sentences in the sand. I use the same material to present information as before. As a result of deleting and rewriting, the mass of the sand did not change at any time, although different information was displayed in the meantime. The information itself is therefore massless. (We could have done the same reasoning using a computer's hard drive).
Norbert Wiener told us what information is not; but we want to know what information really is. This question will be answered below. Because information is a non-material quantity, its emergence cannot be explained in terms of material processes. What is the triggering factor for there to be information at all? What prompts us to write a letter, a postcard, a congratulation, a diary or a note? The most important prerequisite for this is our own will or that of our client. Information is always based on the will of a sender who delivers the information. It is not a constant, but can increase intentionally and be deformed or destroyed by disruptive influences. Let us note: Information is only created through will (intention).
2.2 Natural law definition of information. In order to be able to describe the natural laws of information, one needs a suitable and precise definition in order to be able to clearly decide whether an unknown system belongs to the scope of the definition or not.
The following definition allows a reliable assignment: Information is always present when all of the following five hierarchical levels occur in an observable system:
Statistics, syntax, semantics, pragmatics and apobetics. The five levels of information are:
1. Statistics: This includes questions such as: How many letters, numbers and words does the entire text consist of? What is the number of individual letters of the alphabet used (e.g. a, b, c, ..., z or G, C, A and T)? How frequently do certain letters and words appear? Claude E. Shannon developed a mathematical concept [1, pp. 294-311], but it only covers this lowest level.
2. Syntax: We subsume all structural features of information representation under syntax. On this second level it is only about the sign systems 3 themselves (code) and the rules for linking signs and character strings (grammar, vocabulary), although this happens independently of any interpretation.
3. Semantics: Character strings and syntactic rules form the necessary prerequisites for representing information. The crucial thing about information to be transmitted is semantics, i.e. the message it contains, the statement, the meaning, the meaning.
4. Pragmatics: Information calls for action. From our point of view, it doesn't matter whether the information recipient acts in the interests of the information sender, reacts in the opposite direction or doesn't respond at all. However, every transfer of information occurs with the intention of the sender to trigger a specific action on the part of the recipient
5. Apobetic: It applies to any piece of information that the sender is pursuing a goal with it. With this we have reached the last and highest level of information, namely apobetics (goal aspect, result aspect; Greek apobeinon = result, success, outcome). The apobetic aspect of the information is the most important because it asks about the sender's objective.
3.) The four natural laws of information (NGI)
NGI-1: A material quantity cannot produce a non-material quantity. It is our general experience that an apple tree produces apples, a pear tree produces pears and a thistle produces thistle seeds. Likewise, horses give birth to horse foals, cows give birth to cow calves and women give birth to human children. In the same way, we see from the observation that a material quantity never produces anything non-material. Instead of immaterial or non-material, we use the spelling “non-material” throughout in order to emphasize the contrast to material even more clearly.
NGI-2: Information is a non-material fundamental quantity. Our reality, in which we live, can be divided into two fundamental areas, namely the material and non-material world. Matter has mass, and this can be weighed in the gravitational field. In contrast, all non-material quantities (e.g. information, consciousness, intelligence, will) are massless. Nevertheless, it is important to note that matter and energy are required to store and transmit information.
NGI-3: No information can be created in statistical processes. Statistical processes are purely physical or chemical processes that take place without the intervention of controlling intelligence.
NGI-4: Information can only be created by an intelligent transmitter. An intelligent transmitter (in contrast to a machine transmitter) has consciousness, is equipped with its own will, is creative, thinks independently and is goal-oriented. NGI-4 is a very general law of nature from which several more specific laws of nature can be derived.
4 NGI-4a: Every code is based on the mutual agreement between sender and receiver.
NGI-4b: There is no new information without an intelligent transmitter.
NGI-4c: Every information transmission chain can be traced back to an intelligent transmitter.
NGI-4d: Assigning meaning to a set of symbols is a mental process that requires intelligence. But our questions go beyond that, and so we need a higher source of information in order to be able to cross the necessary borders.
Conclusion #1: God exists; Refutation of atheism
Conclusion #2: God is omniscient and eternal
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Conclusion #3: God is extremely powerful
Conclusion #4: God is non-material .
Conclusion #5: No human being without a soul; Refutation of Materialism
Conclusion #6: Big Bang Impossible
Conclusion #7: No Evolution
In short: The information sets exclude macroevolution, as is assumed within the framework of the theory of evolution. On the other hand, variations with often far-reaching adaptations within a species can be explained using the ingenious program created by the creator. The Bible repeatedly emphasizes in the creation account that all plants and animals were created according to their kind. This is said repeatedly nine times in the first chapter of the Bible, such as: in Genesis 1:24-25: 274

“And God said, Let the earth bring forth living creatures, each according to their kind: beasts, and creeping things, and beasts of the field, each according to their kind. And it was so. And God made the beasts of the field after their kind, and the cattle after their kind, and every creeping thing of the ground after its kind. And God saw that it was good.”
Conclusion No. 8: No life from matter
???
!!!
All 8 Conglusions are to read in: www.wernergitt.de =====================
THE HIGH CATHEDRAL by
Dr. Herbert MadingerPlants help us humans immensely; they are the foundation of all nutrition, of the oxygen in the air, and of the Earth's energy reserves. Our ancestors valued the high forest even more highly. It was like a home for their soul and spirit. Especially the urbanized people of our industrial age should rediscover the spiritual strength found in God's green cathedral. For humanity today has suffered such deep wounds to its soul. Noise and haste have carved deep rivulets into its soul, daily pressures compress it, loneliness turns the spirit into a desert, and the desolation of God's emptiness pushes us toward meaninglessness. Until we no longer know our way and can no longer acknowledge ourselves. Friend, go out into God's cathedral; there your soul will be free again!
Our ancestors loved the high forest so much that they built their cathedrals in its image:
The tall columns stood like the tall trunks in the dark forest, silent symbols of the higher, the sublime. They designed the vaults of the cathedrals like a protective treetop: the branching of the limbs was imitated by ribs. The forest was like a cathedral to them: the stillness, the silence, in which God himself becomes perceptible. And the cathedral was like a forest to them: it brings peace to the soul, pure air to the lungs, and purifying thoughts to the mind. God is there! They experienced this in the cathedral, and they experienced it outside in God's green cathedral. When the wind rustled the leaves, it also resonated through their souls: the Spirit of God speaks to humankind.
Friend, do you know this closeness to God that one can experience in the forests and meadows? They are like an inexhaustible picture book of God. This constantly new image of sunbeams, light and greenery, sun and sky. The rustling and the silence relax you. Finally, your suppressed soul can breathe freely and speak out. When is your soul allowed to speak to you? When do you have time to listen to it? Out there, you find yourself. There, you find God. You find the sources of your life: Thank you, God, that you are here! Thank you, God, that I am allowed to find you! Thank you, God, that you also care for me.
Why does the tall forest so naturally become a symbol of the Creator and his presence? Friend, all creatures are surely a reflection of God, of his life force, his eternity, his light, and his vastness, his beauty, and his goodness. But we hardly grasp all of this through our intellect, but rather like a tree that draws water from its deep roots.
The forest is the best climate control system on Earth. It creates a climate in the soul and in the atmosphere. The exploitation of the Earth's great forests has wreaked havoc: Since, for example, large swathes of South America's rainforests were felled, the desert in Africa is expanding, causing hunger for millions.
The forest is irreplaceable for a temperate climate. It is the best water reservoir there is. Where forests are absent, the climate becomes more extreme: Torrential rains and droughts alternate, and the downpours wash away the topsoil. The forest balances, mitigates extremes, preserves and helps, and purifies the air and water. It also benefits the climate of your mind.
Something emanates from all living things, a life force, a breath of the Creator. Friend, stay close to creation! It is God's garden. There He speaks to you. There you receive ideas and thoughts that would never have occurred to you otherwise. You gain insights and receive inspirations that are gifts from God.
Isn't your soul often confused, darkened, as if crushed? The metropolis and its encroachment upon the countryside have largely alienated humanity from creation. Since then, we no longer feel the Creator. For religion and closeness to God are not primarily a matter of the brain and knowledge, but of the root of life, the soul and the depths of humanity. Friend, when the dead materialism of our time floods and devastates your soul like a tidal wave, then seek solace out there in God's verdant cathedral. There you will find healing for body and soul.
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Heribert Prantl believes: Religion can, should, and must be a teacher of peace. That is its purpose, its very reason for being. "There is no inner peace without outer peace." This is a belief for both religious and non-religious people; it can refer to a god, or it can exist without one. In any case, making peace—that is impossible without faith: Peace requires trust in the possibility of the impossible, a horizon beyond the present, a utopia beyond the here and now. He praises several authors, including Richard David Precht's "Who Am I?" and, if so, how many?
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From
Eugen Drewermann's book:
God, Where Are You? Many say: I cannot believe in God because the reality of the world crushes everything I would associate with hope, trust, and love. And they list the many threats that exist today: goodness, grace, humanity; All of this is stifled; it is formally forbidden, because we have a law, we are supposed to be right, we must prevail. But precisely for this reason, we need God all the more. We need humanity beyond all laws. Walter Benjamin (1892-1940) once called the religion of our time capitalism. The question is very serious. What happens if we don't believe in God, but replace belief in God with an economy that claims to dissolve all questions of meaning, all questions about the value of our personality, all instructions for action, all definitions of responsibility and morality within its sphere of useful pragmatism? Then we have a religion that has become godless in this world, and we sense precisely that we cannot live with that. So we must now begin to turn this experience around, point by point, in order to truly experience God. Let's not believe in capitalism for now; let's assume we meet people who perceive the money they have as a gift that should be shared. Such people, at Jesus' side, learned under the very eyes of God that nothing truly belongs to us. Even our existence is a gift from God's hands, an act of undeserved kindness. Everywhere we turn, we have reason to be grateful for the gift of living together. We don't possess this gift to hoard it and become ruthless egoists, striving to increase it in a struggle of one against another, but rather we possess it to share it, to let it flow, to pass it on.
In the midst of capitalism, we begin something entirely anti-capitalist. We don't accumulate wealth; we take what we have to share with everyone else. And then we would understand God. Then we would experience something of God.
There sits a beggar by the roadside. We can immediately notice his smell; this shows that he is bringing about his own ruin. He is an addict; he was too lazy at school; he is an outsider, a scoundrel at heart. Giving the man money is like feeding pigeons – the city council has just banned it. So: I'll just pop by, I don't have time. – That's one way of thinking. But we can also think: This beggar is sitting there unwillingly. He's one of the poor devils Jesus always approached. He can't help being the way he is. He doesn't know how to live. Frankly, I can't really help him. I can't just coax his addiction away. I don't have a magic word to get him out of the gutter. But why shouldn't I have five euros for him, so he can have a cup of coffee and a bit of breakfast, or so he can sit in a guesthouse for an hour and not have to freeze on the street anymore?
Such a gesture isn't everything in life, but it's a small ray of light. It's a piece of grace, which is never earned, but on which people exist. Sometimes you see the recipient look up in astonishment, and in their eyes shines something like a glimmer from heaven – an experience of God, a happiness that costs little to give, if we're honest. In such forms of compassion, beyond all laws, all regulations, all social constraints, all economic reason, a freedom suddenly arises that uplifts a person. And then we can say to ourselves: "I was just lucky. I could be sitting exactly where the other person is. Besides, he's even hypersocial: he's protecting society from the criminality lurking within him by getting drunk, numbing himself, and ruining himself. The stronger ones would commit some kind of crime, get the money they don't have, or become resistance fighters who end up in prison."
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